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Dies
ist eine Gastkritik. Sie gibt die Meinung der Autorin wieder.
The
Dandy Warhols: Thirteen Tales from urban Bohemia
Ich war wahrscheinlich die
Einzige in Deutschland, die auf dieses Album gewartet hat und
nun ist es da, das dritte Studio-Album der Dandy Warhols, das den Hörer
auf einen Trip mitnimmt, einen Trip von dem man nicht wirklich zurückkehren
will. 13 Pop-Perlen, aneinandergereiht um die Welt ein bisschen schöner zu
machen. Was schön ist, ist zum Beispiel der Opener “Godless“ der durch
seine schlichte Präzision im Mix aus Melancholie und unglaublichem
Facettenreichtum einen sofort von diesem überaus gelungenen Album überzeugt.
Auch der zweite, ebenfalls faszinierende Song “Mohammed“ , der, so glaube
ich, für eine bessere Welt bestimmt ist, kann durch Textstellen wie “all this
freedom you get is a lie, again and again“ überzeugen. Selbst der dritte
Song, “Nietzsche“, dessen Lyrics der Frontmann Courtney Taylor-Taylor
an einer Wand in einer Schule fand und sie kurzerhand in das
Gesamtkunstwerk involvierte, hinterlässt eher einen kopflastigen und
nachdenklichen Eindruck, eines Querdenkenden Genies, was nicht nur am Text
liegt, nein, Keyboarderin Zia McCabe haucht diesem Song durch aufwändige,
psychedelische Effekte noch mehr Leben ein. Was nun folgt, hat mich, als ich es
zum ersten Mal hörte, total vom Stuhl gehauen: Ein lupenreiner Country-Heuler
mit dem treffenden Titel “Country Leaver“. Daß die Dandy Warhols oft
verschiedene Stile mixen sollte ja bekannt sein, aber so was hat nun wirklich
niemand erwartet, denke ich mir und skippe getrost zu nächsten Stück. In den
nun folgenden 3:08 Minuten kann Courtney Taylors fabelhafte Stimme jedermann in
seinen Bann ziehen. “Solid“ läst sich nicht wirklich in eine Schublade
stecken, es scheint zum Teil so als hätten die Dandy Warhols ihre alten
Kinderkeyboards und Weihnachtströten wieder ausgegraben! Was soll man über
einen Song schreiben, der “Horse Pills“ heißt, ich möchte nur mal kurz
zitieren: ..butt’s getting bigger do you think he’ll notice mabye“ da fällt
selbst mir nichts mehr ein! Der nächste Song mit dem Namen “Get off“
handelt von Selbstfindung und dem
langen Weg zu sich selbst, der wahrscheinlich durch die Musik der Dandy Warhols
abgekürzt werden kann. In “Sleep“ geht es, ja genau richtig geraten, ums
Schlafen oder besser gesagt ums Träumen, ach ja, wenn man doch nur für immer
schlafen könnte und von ihr träumen könnte..... aber das führt jetzt zu
weit. Auf jeden Fall ist dieser Song super dafür geeignet ihn in einer stürmischen
Gewitternacht zu hören, um endlich Schlaf zu finden, danach sollte man aber
schnell den CD-Player ausmachen, sonst lässt man sich direkt in einen Song
namens “Cool Scene“ treiben, und der ist wirklich zum drauf Tanzen geeignet,
aber das soll noch gar nichts bedeuten, da die folgenden 3:31 Minuten das Leben
jedes musikbegeisterten Individuums verändern können, der Titel bringt schon
alles ans Licht: “Bohemian like you“. Wenn sogar ein Pearl Jam-Fan (Meine
Schwester)sagt, dieser Song würde (O-Ton) “Zum Arschschwingen regelrecht
zwingen“, können die 5 ja nicht alles falsch gemacht haben! Im Übrigen
erinnert mich dieser Song an alles was ich an den 60ern liebe.
Und was ich an den 80ern liebe,
wird mir sofort danach klar, “Shakin’“ kommt wie der gute alte Iggy Pop
dahergetönt und ist eigentlich das spannendste Stück des ganzen Albums. Die
Synthesizer-Effekte, die passend und präzise vom Drummer Brent DeBoer eingemixt
wurden. Was nun folgt, ist ein Song namens “Big India“ der
mit einem netten Gitarrenriff unterlegt, ja eigentlich gar nicht so schlecht
ist, aber mir auf die Dauer von 3:33 Minuten zu langweilig erscheint.
Das dreizehnte und letzte Stück
mit Namen “The Gospel“ erinnert mich wieder daran, daß diese CD nun zu Ende
geht und meine Kritik somit auch. Abschließend lässt sich nur noch sagen: Was
sitzt ihr noch vor dem Computer, lauft los und kauft euch diese CD!!
Autorin: Kate emmapeel21@gmx.de
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